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Primacom aussteigen 01.06.2001
Die Telebörse-online
Das Anlageurteil der Experten der „Telebörse-online“ für Primacom AG (WKN 625910) lautet aussteigen.
Mit der Ende März vollzogenen Fusion zwischen dem US-niederländischen Kabelnetzbetreiber UPC und der Mainzer Primacom AG sei nach der Deutschen Telekom der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber mit 2,3 Mio. Kunden entstanden. Doch dieses Geschäft sei äußerst kapitalintensiv, erfordere also noch erhebliche Investitionen in neue Netze und digitale Plattformen. Schon aus diesem Grunde wäre es erstaunlich, wenn Primacom mit schwarzen Zahlen glänzen könnte. Inzwischen müsse man sogar fragen, ob die jemals möglich seien.
Im ersten Quartal 2001 sei der Nettoverlust von 7,6 Mio. Euro auf 27,7 Mio. Euro gestiegen. Besser sehe es beim Umsatz aus, er habe von 27,1 Mio. Euro um 43,6% auf 38,9 Mio. Euro zugelegt. Ausschlaggebend seien aber die Umsatzerlöse des niederländischen Kabelnetzbetreibers Multikabel gewesen. Primacom habe dieses Unternehmen im vergangenen Jahr für 368 Mio. Euro inklusive 121 Mio. Euro Verbindlichkeiten übernommen. Bisher habe sich dieser Merger also nicht gerade positiv ausgewirkt.
Im Gegenteil. Das Unternehmen stehe auf ziemlich wackeligen Beinen. Zum Jahresende 2000 habe es einen Schuldenstand von 754 Mio. Euro sowie Verbindlichkeiten von 808 Mio. Euro gemeldet. Das Eigenkapital habe 269 Mio. Euro betragen. Der Zinsendienst sei von 15,9 Mio. Euro auf 26,2 Mio. Euro angestiegen. Er sei damals also bereits so hoch wie der jetzt gemeldete Quartalsumsatz gewesen.
Vor dem Hintergrund dieser Zahlen würden einige Analysten für das Jahresende bereits mit der Zahlungsunfähigkeit spekulieren. Wie auch immer, viele Anleger hätten reagiert. Der Kurs sei seit Anfang März von 18,00 Euro auf aktuell 9,20 Euro abgesackt. Mit den jetzt vorgelegten Zahlen dürfte das Vertrauen endgültig dahin sein.
Aus diesem Grunde raten die Aktienexperten von „Die Telebörse-online“ den Anlegern zum Ausstieg.
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